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VPN-Split-Tunneling: Was es ist, wie es funktioniert und wann Sie es nutzen sollten

Guru VPN experts
09.10.2026
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Erfahren Sie, was Split-Tunneling ist und worin es sich von einer herkömmlichen VPN-Verbindung mit vollständigem Tunnel unterscheidet.
  • Lernen Sie die wichtigsten Arten des VPN-Split-Tunnelings kennen, darunter appbasiert, URL-basiert und invers.
  • Entdecken Sie die praktischen Vorteile – von geringerem Bandbreitenverbrauch bis zum Zugriff auf lokale Geräte bei bestehender VPN-Verbindung.
  • Prüfen Sie Sicherheitsrisiken und Plattformbeschränkungen, bevor Sie entscheiden, ob Sie die Funktion aktivieren.
  • Finden Sie heraus, in welchen Alltagssituationen sich ein VPN mit Split-Tunneling wirklich lohnt.

Wenn Ihnen beim Durchsehen der Einstellungen Ihrer VPN-App der Begriff Split-Tunneling-VPN begegnet ist, sind Sie nicht allein – diese Funktion moderner VPN-Software wird häufig missverstanden. Einfach gesagt können Sie mit Split-Tunneling festlegen, welcher Teil Ihres Internetverkehrs über eine verschlüsselte VPN-Verbindung läuft und welcher direkt ins Internet gelangt. Statt einer Alles-oder-nichts-Lösung entscheiden Sie für jede App oder sogar für jede Website, was geschützt wird.

Viele, die nach der Bedeutung von VPN-Split-Tunneling suchen, möchten ein ganz konkretes Problem lösen: Sie wollen den Datenschutz und die Sicherheit eines VPNs für bestimmte Aktivitäten nutzen, dabei aber für alles andere weder auf Geschwindigkeit noch auf den Zugriff auf lokale Geräte oder regionale Inhalte verzichten. Genau diesen Zielkonflikt soll Split-Tunneling lösen.

Moderne VPN-Apps wie Guru VPN integrieren diese Flexibilität direkt in ihre Desktop- und Mobil-Apps. Sie brauchen also keine fortgeschrittenen Netzwerkkenntnisse, um sie einzurichten. In diesem Leitfaden erklären wir, was Split-Tunneling bewirkt, welche Arten es gibt, wann seine Nutzung sinnvoll ist und welche Abwägungen bei der Sicherheit Sie kennen sollten, bevor Sie die Funktion aktivieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Erfahren Sie, was Split-Tunneling ist und worin es sich von einer herkömmlichen VPN-Verbindung mit vollständigem Tunnel unterscheidet.
  • Lernen Sie die wichtigsten Arten des VPN-Split-Tunnelings kennen, darunter appbasiert, URL-basiert und invers.
  • Entdecken Sie die praktischen Vorteile – von geringerem Bandbreitenverbrauch bis zum Zugriff auf lokale Geräte bei bestehender VPN-Verbindung.
  • Prüfen Sie Sicherheitsrisiken und Plattformbeschränkungen, bevor Sie entscheiden, ob Sie die Funktion aktivieren.
  • Finden Sie heraus, in welchen Alltagssituationen sich ein VPN mit Split-Tunneling wirklich lohnt.

Was ist Split-Tunneling?

Split-Tunneling ist eine VPN-Funktion, mit der Sie nur einen Teil Ihres Internetverkehrs durch einen verschlüsselten Tunnel leiten, während der übrige Teil ganz normal und unverschlüsselt eine Verbindung zum Internet herstellt. Stellen Sie sich zwei Straßen vor, die von Ihrem Haus wegführen: Die eine ist eine private, bewachte Straße, die vor dem Ziel durch eine Kontrollstelle – Ihren VPN-Server – führt. Die andere ist eine gewöhnliche öffentliche Straße, die direkt dorthin führt. Sie entscheiden, welche Straße die einzelnen Datenströme nehmen.

Standardmäßig verwenden die meisten VPNs das sogenannte Full-Tunneling: Jedes Byte an Daten, das Ihr Gerät sendet oder empfängt, läuft ausnahmslos über die verschlüsselte Verbindung. Split-Tunneling hebt diese Regel bewusst auf und gibt Ihnen mehr Kontrolle über Geschwindigkeit, den lokalen Zugriff und darüber, welche Daten überhaupt geschützt werden müssen.

Split-Tunneling im Vergleich zum VPN mit vollständigem Tunnel

MerkmalVPN mit vollständigem TunnelVPN mit Split-Tunneling

Abgedeckter Datenverkehr

100 % des Datenverkehrs verschlüsselt

Nur ausgewählte Apps oder Websites verschlüsselt

Geschwindigkeit

Kann bei hoher Auslastung langsamer werden

Höhere Geschwindigkeit für Datenverkehr außerhalb des Tunnels

Zugriff auf das lokale Netzwerk

Bei bestehender Verbindung oft blockiert

Für ausgeschlossenen Datenverkehr verfügbar

Sicherheit

Maximaler, einheitlicher Schutz

Schützt nur die von Ihnen ausgewählten Daten

Am besten geeignet für

Sensible Arbeit, öffentliches WLAN

Gemischte Alltagsnutzung, Remote-Arbeit

Wie funktioniert ein VPN mit Split-Tunneling?

Im Hintergrund stützt sich ein VPN mit Split-Tunneling auf eine Reihe von Regeln, die der VPN-Client überprüft, bevor Daten Ihr Gerät verlassen:

  1. Datenverkehr prüfen – Der VPN-Client gleicht jede Verbindungsanfrage mit den von Ihnen festgelegten Regeln für Apps, Domains oder IP-Adressen ab.
  2. Verschlüsselung und Kapselung – Datenverkehr, der einer Regel „schützen“ entspricht, wird verschlüsselt und für eine sichere Übertragung mit einem neuen Paketheader versehen.
  3. Übertragung durch den Tunnel – Diese verschlüsselten Daten laufen durch den VPN-Tunnel zum VPN-Server, der sie entschlüsselt und an ihr eigentliches Ziel weiterleitet.
  4. Direktes Routing – Datenverkehr, auf den keine Regel zutrifft, umgeht den Tunnel vollständig und wird direkt über Ihre normale Internetverbindung geleitet.

So entstehen zwei parallele Datenverkehrswege: Einer ist verschlüsselt und wird über einen VPN-Server geleitet, der andere bleibt offen und wird normal geroutet. Beide sind gleichzeitig aktiv.

Split tunneling how it works

Arten des VPN-Split-Tunnelings

Nicht jede Umsetzung funktioniert gleich. Am häufigsten begegnen Ihnen diese drei Ansätze:

Appbasiertes Split-Tunneling – Sie wählen bestimmte Apps aus, die den VPN-Tunnel nutzen sollen (zum Beispiel eine Banking-App oder einen Arbeitsclient), während alle anderen Apps direkt eine Verbindung herstellen. Diese Variante bieten die meisten VPN-Apps für Verbraucher in ihren Einstellungen an.

URL- oder domainbasiertes Split-Tunneling – Statt ganzer Apps wählen Sie bestimmte Websites oder Domains aus, die über das VPN geleitet werden sollen, häufig mithilfe einer Browser-Erweiterung. Alles andere im Browser nutzt Ihre normale Verbindung.

Inverses Split-Tunneling – Hier ist die Grundeinstellung umgekehrt: Der gesamte Datenverkehr wird über das VPN verschlüsselt, sofern Sie nicht ausdrücklich eine App oder Website ausschließen. Dies gilt allgemein als der sicherere Ausgangspunkt, da nichts den Schutz umgeht, solange Sie es nicht ausdrücklich festlegen. Manche Anbieter beschreiben dies einfach als Split-VPN-Modus, doch die zugrunde liegende Funktionsweise ist unabhängig von der Bezeichnung dieselbe.

IP-basiertes Split-Tunneling – Statt Apps oder Domains auszuwählen, geben Sie einzelne IP-Adressen oder IP-Bereiche an, die über das VPN geleitet werden sollen (oder nicht). Dies kommt am häufigsten bei geschäftlichen VPN-Konfigurationen vor, bei denen Administratoren genau festlegen müssen, welche internen Server oder externen Dienste durch den Tunnel laufen, ohne sich auf App-Regeln zu verlassen, die sich auf verschiedenen Geräten weniger vorhersehbar verhalten können.

TypFunktionsweiseTypische Nutzung

Appbasiert

Apps auswählen, die über das VPN laufen sollen

Eine Arbeits-App schützen und normal surfen

URL-/domainbasiert

Websites auswählen, die über das VPN geleitet werden sollen

Bestimmte Websites über eine Browser-Erweiterung absichern

Invers

Alles außer den ausgewählten Ausnahmen verschlüsseln

Sicherere Grundeinstellung mit wenigen, bewusst gewählten Ausnahmen

IP-basiert

Bestimmte IP-Adressen/-Bereiche auswählen

Präzise Kontrolle des Routings, häufig in geschäftlichen Konfigurationen

Vorteile von Split-Tunneling

Der Reiz von Split-Tunneling liegt in der Kontrolle. Da nur ein Teil Ihres Datenverkehrs verschlüsselt wird, fällt insgesamt weniger zusätzlicher Aufwand an. Das kann für die Apps und Websites, die Sie ausgeschlossen haben, eine spürbar höhere Geschwindigkeit bedeuten – hilfreich bei großen Downloads, Videoanrufen oder Streaming, für das kein VPN-Schutz nötig ist.

Die Funktion löst auch ein häufiges Ärgernis: Viele Beschäftigte, die remote arbeiten, richten Split-Tunneling in ihren VPN-Apps gezielt so ein, dass sie auf einen lokalen Netzwerkdrucker oder ein NAS-Laufwerk zu Hause zugreifen können, während ihr Arbeitsdatenverkehr weiterhin verschlüsselt über das VPN des Unternehmens geleitet wird. Ohne Split-Tunneling blockiert eine Verbindung mit vollständigem Tunnel oft den Zugriff auf Geräte im eigenen lokalen Netzwerk.

Split-Tunneling ermöglicht außerdem den gleichzeitigen Zugriff auf lokale, regionsspezifische Inhalte und Dienste, während Sie das VPN für etwas anderes nutzen – etwa eine lokale Banking-Website mit Ihrer echten IP-Adresse aufzurufen und gleichzeitig internationale Inhalte über einen VPN-Server an einem anderen Ort zu streamen. Und weil weniger Datenverkehr verschlüsselt wird, wird auch der VPN-Server selbst weniger belastet, was während der Stoßzeiten zu einer stabileren Verbindung führen kann.

Risiken und Einschränkungen von VPN-Split-Tunneling

Split-Tunneling bringt auch Nachteile mit sich. Sie sollten diese kennen, bevor Sie die Funktion überall aktivieren.

Datenverkehr, der den Tunnel umgeht, ist nicht durch die Verschlüsselung des VPN geschützt. Er ist somit für Ihren Internetanbieter und für alle sichtbar, die das Netzwerk überwachen, mit dem Sie verbunden sind – einschließlich öffentlicher WLAN-Netze. Wenn ein ausgeschlossenes Gerät oder eine ausgeschlossene App kompromittiert wird, umgeht dieser Datenverkehr außerdem den DNS-Schutz und die Inhaltsfilterung Ihres VPNs. Dadurch können schädliche Aktivitäten unbemerkt Ihre Abwehrmaßnahmen umgehen. Falsch konfigurierte Regeln sind ein weiteres häufiges Problem: Wenn Sie versehentlich die falsche App ausschließen, können sensible Daten unverschlüsselt bleiben, ohne dass Sie es merken.

Für Organisationen, die remote arbeitenden Beschäftigten VPN-Zugriff bereitstellen, birgt Split-Tunneling ein Risiko, das über die Gefährdung einzelner Nutzer hinausgeht: Wird das Gerät eines Beschäftigten kompromittiert, während es mit einem Heim- oder öffentlichen Netzwerk verbunden ist und Split-Tunneling verwendet, kann sich die Infektion direkt ins weitere Internet ausbreiten, ohne die Überwachungs-, Proxy-Filterungs- oder Data-Loss-Prevention-Systeme des Unternehmens zu durchlaufen. Für die IT des Unternehmens bleibt sie praktisch unsichtbar, bis sie auf der geschützten Seite der Verbindung wieder auftaucht. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass viele VPN-Richtlinien in Unternehmen Split-Tunneling auf vom Unternehmen verwalteten Geräten einschränken oder vollständig deaktivieren, obwohl es bei privater Nutzung ohne Unternehmen üblich und vergleichsweise risikoarm bleibt.

Auch die Einschränkungen der Plattformen sollten Sie im Blick behalten. Split-Tunneling wird unter Windows und Android umfassend unterstützt, ist unter macOS stärker eingeschränkt (insbesondere für WebKit-basierte Apps wie Safari) und unter iOS generell nicht verfügbar, da Apples Betriebssystem die Kontrolle über einzelne Apps im Netzwerk beschränkt, die Drittanbieter-Apps ausüben dürfen. Deshalb sollten Sie jede Split-Tunnel-Funktion eines VPNs umsichtig und gezielt verwenden, statt sie standardmäßig für alle Apps zu aktivieren.

Wann sollten Sie ein VPN mit Split-Tunneling nutzen?

In einigen typischen Alltagssituationen ist die Nutzung dieser Funktion besonders sinnvoll:

Remote arbeiten und dabei auf lokale Geräte wie einen Drucker, Smart-TV oder ein NAS zu Hause zugreifen, ohne das VPN zu trennen. Regionale Inhalte streamen oder aufrufen, während Ihre normale Verbindung verwendet wird und andere Apps weiterhin über einen VPN-Server an einem anderen Ort laufen. Beim mobilen Surfen den Bandbreitenverbrauch verringern, indem Sie datenintensive Apps ausschließen, die keine Verschlüsselung benötigen. Beim Gaming oder bei Videoanrufen die Latenz senken, indem Sie diese Apps aus dem verschlüsselten Tunnel herausnehmen, während alles andere geschützt bleibt. Zwei Netzwerke gleichzeitig nutzen – zum Beispiel ein Unternehmens-VPN für den Arbeitsdatenverkehr und Ihre normale Heimverbindung zum privaten Surfen –, ohne sich im Laufe des Tages ständig trennen und erneut verbinden zu müssen. Torrenting gezielt durch den VPN-Tunnel leiten und den übrigen Datenverkehr beim Surfen über die normale Verbindung laufen lassen. So wird nur der Datenverkehr des Torrent-Clients verschlüsselt und alles andere wird nicht durch die Weiterleitung über einen VPN-Server verlangsamt.

split tunneling use cases

Split-Tunneling auf Ihrem Gerät aktivieren

Der allgemeine Ablauf ist bei den meisten VPN-Apps ähnlich, auch wenn die Menüs unterschiedlich heißen:

Windows – Öffnen Sie die Einstellungen Ihrer VPN-App, suchen Sie den Abschnitt „Split-Tunneling“, aktivieren Sie die Funktion und fügen Sie die Apps hinzu, die in den Tunnel einbezogen oder daraus ausgeschlossen werden sollen.

Android – Die meisten VPN-Apps führen die installierten Apps unter „Split-Tunneling“ oder „App-Ausnahmen“ auf. Dort markieren Sie einfach die Apps, die das VPN umgehen sollen.

macOS – Die Unterstützung ist eingeschränkter und wird von Anbietern oft als „experimentell“ bezeichnet. Meist lassen sich nur Apps ausschließen, statt sie flexibel ein- oder auszuschließen.

iOS – Aufgrund von Apples Einschränkungen ist diese Funktion im Allgemeinen nicht auf dieselbe Weise verfügbar wie unter Windows oder Android. Wundern Sie sich also nicht, wenn die iPhone-Version Ihrer VPN-App sie überhaupt nicht anbietet.

Auf Routerebene (DD-WRT, Tomato, pfSense) – Wenn Ihre VPN-App Split-Tunneling nicht nativ unterstützt oder Sie die Regel auf alle Geräte in Ihrem Netzwerk anwenden möchten, statt jedes einzeln zu konfigurieren, können Sie es mit benutzerdefinierter Router-Firmware wie DD-WRT, Tomato oder pfSense auf Netzwerkebene einrichten. Dazu müssen Sie in der Regel richtlinienbasiertes Routing konfigurieren, das den Datenverkehr bestimmter Geräte oder IP-Adressen über einen VPN-Client auf dem Router leitet, während alles andere Ihre normale Verbindung nutzt. Das ist technisch aufwendiger als ein einfacher Schalter in der App, aber die einzige praktikable Möglichkeit, Split-Tunneling auf Geräten wie Smart-TVs, Spielkonsolen oder intelligenten Lautsprechern anzuwenden, die selbst keine VPN-App ausführen können.

Prüfen Sie vor Änderungen an den VPN-Split-Einstellungen immer, auf welchen Plattformen Ihr Anbieter diese Funktion tatsächlich unterstützt. Eine Funktion, die auf Ihrem Laptop einwandfrei funktioniert, ist auf Ihrem Smartphone möglicherweise schlicht nicht verfügbar.

Probleme mit VPN-Split-Tunneling beheben

Auch ein korrekt konfigurierter Split-Tunnel kann sich unerwartet verhalten. Hier sind einige häufige Probleme und ihre üblichen Lösungen:

Eine ausgeschlossene App scheint weiterhin über das VPN zu laufen. Manche Apps leiten ihren Datenverkehr über Hintergrundprozesse oder einen gemeinsam genutzten Systemdienst, den eine einfache Regel pro App nicht erfasst. Versuchen Sie, den konkreten Prozess auszuschließen, der die Netzwerkverbindung herstellt, oder prüfen Sie, ob die App eine Browser-Engine verwendet, die separat ausgeschlossen werden muss.

Split-Tunneling funktioniert nach einem App- oder Betriebssystem-Update nicht mehr. VPN-Clients verlieren mitunter ihre Ausschlussregeln nach einem größeren Update des Betriebssystems oder der ausgeschlossenen App. Öffnen Sie die Split-Tunneling-Einstellungen erneut und fügen Sie die betroffene App wieder hinzu. Das löst das Problem meist.

Eine App im Tunnel kann überhaupt keine Internetverbindung herstellen. Häufig liegt ein DNS-Konflikt vor: Die App versucht möglicherweise, Adressen über die DNS-Server Ihres VPNs aufzulösen, während ihr tatsächlicher Datenverkehr außerhalb des Tunnels geleitet wird – oder umgekehrt. Split-Tunneling aus- und wieder einzuschalten oder die VPN-App neu zu starten, behebt das Problem meist.

Der Zugriff auf das lokale Netzwerk funktioniert trotz Ausschluss der betreffenden App weiterhin nicht. Bei manchen Routern und VPN-Clients muss der Datenverkehr im lokalen Netzwerk selbst ausdrücklich ausgeschlossen werden, nicht nur die App, die darauf zugreifen soll. Prüfen Sie, ob Ihre VPN-App neben den Regeln für einzelne Apps einen separaten Schalter für „LAN-Zugriff erlauben“ oder „Lokales Netzwerk“ bietet.

 

Split-Tunnel oder vollständiger Tunnel: Was sollten Sie wählen?

Wenn Sie unsicher sind, ob eine VPN-Konfiguration mit Split-Tunneling zu Ihnen passt, gilt als sinnvolle Faustregel: Nutzen Sie für alles, was sensible Daten betrifft – etwa Banking, Gesundheitsversorgung, Arbeitssysteme oder öffentliches WLAN –, zunächst Full-Tunneling. Schließen Sie erst nach und nach bestimmte Apps oder Websites aus, denen Sie vertrauen und deren Funktionsweise Sie verstehen. Full-Tunneling bleibt die sicherere Grundeinstellung. Split-Tunneling ist ein bewusster Tausch von etwas Schutz gegen mehr Komfort und Geschwindigkeit. Am besten funktioniert es, wenn Sie genau wissen, was Sie warum ausschließen.

Bewährte Verfahren für sichereres Split-Tunneling

Mit einigen Gewohnheiten lässt sich Split-Tunneling sicherer statt riskanter nutzen. Leiten Sie sensible Apps wie Banking-, E-Mail- und Arbeits-Apps über das VPN, statt sie davon auszuschließen. Prüfen Sie regelmäßig die Liste ausgeschlossener Apps, denn Apps, die Sie vor Monaten hinzugefügt haben, müssen den Tunnel möglicherweise nicht mehr umgehen. Aktivieren Sie Split-Tunneling in öffentlichen oder nicht vertrauenswürdigen WLAN-Netzen nur, wenn Sie sicher sind, welche Daten jede ausgeschlossene App sendet. Wählen Sie außerdem einen VPN-Anbieter, der Split-Tunneling mit starken grundlegenden Schutzfunktionen wie einem Kill-Switch und DNS-Leckschutz kombiniert, damit eine Fehlkonfiguration nicht zu einem größeren Risiko führt.

Warum Guru VPN für Split-Tunneling wählen

Der Nutzen einer VPN-Funktion hängt davon ab, wie gut die zugehörige App umgesetzt ist. Sie kombiniert appbasiertes Split-Tunneling mit starker Verschlüsselung, einer strikten No-Logs-Richtlinie und einem weltweiten Servernetzwerk. So können Sie genau festlegen, welche Apps geschützt bleiben, ohne für alles andere auf Geschwindigkeit zu verzichten.

MerkmalVorteil

Appbasiertes Split-Tunneling

Genau festlegen, welche Apps den VPN-Tunnel nutzen

Starke Verschlüsselung

Schützt den Datenverkehr, den Sie über das VPN leiten

Schnelle Server weltweit

Sorgt für reibungslosen Ablauf des Datenverkehrs innerhalb und außerhalb des Tunnels

Strikte No-Logs-Richtlinie

Hält Ihre Aktivitäten unabhängig vom Routing privat

Plattformübergreifende Apps

Einheitliche Einstellungen auf unterstützten Geräten

Unbegrenzte Bandbreite

Keine Beschränkungen, egal ob Datenverkehr durch den Tunnel läuft oder direkt geleitet wird

Da Split-Tunneling den Anteil des Datenverkehrs verringert, der über den VPN-Server läuft, wird eine schnelle und zuverlässige Infrastruktur dahinter umso wichtiger. Vergleichen Sie alle Guru VPN-Tarife, um herauszufinden, welcher zu Ihrer Konfiguration passt. Bei Servern in 49+ Ländern lohnt sich außerdem ein Blick auf die verfügbaren Serverstandorte, um den schnellsten Standort in Ihrer Nähe zu finden, bevor Sie Apps aus dem Tunnel ausschließen.

split tunneling dashboard

Häufig gestellte Fragen

Es ist eine VPN-Funktion, mit der Sie nur einen Teil Ihres Datenverkehrs durch einen verschlüsselten VPN-Tunnel leiten können, während der Rest direkt eine Verbindung zum Internet herstellt, statt standardmäßig alles zu verschlüsseln.

Es dient vor allem dazu, Datenschutz und Komfort abzuwägen: Sensible Apps bleiben geschützt, während anderer Datenverkehr, etwa für den Zugriff auf das lokale Netzwerk oder für bandbreitenintensive Apps, den Tunnel zugunsten höherer Geschwindigkeit umgehen kann.

Typische Alltagsanwendungen sind der Zugriff auf einen Drucker zu Hause bei bestehender Verbindung mit einem Arbeits-VPN, die Verringerung des mobilen Datenverbrauchs und das Umleiten von Videoanrufen oder Gaming-Datenverkehr aus dem verschlüsselten Tunnel, um die Latenz zu senken.

Unter Android bedeutet es üblicherweise, bestimmte Apps in den Einstellungen Ihrer App vom VPN-Tunnel auszuschließen. Auf dem iPhone ist die Unterstützung aufgrund von Einschränkungen, die Apple Drittanbieter-Apps für Netzwerkverbindungen auferlegt, begrenzt oder nicht verfügbar.

Technisch handelt es sich um einen Regelsatz für das Routing: Der VPN-Client prüft jede Verbindung, verschlüsselt und tunnelt den Datenverkehr, auf den Ihre Regeln zutreffen, und lässt alles andere unverändert über Ihre normale Internetverbindung laufen.

Im Kern ist es einfach die Möglichkeit, einen Teil Ihrer Verbindung statt der gesamten Verbindung zu schützen: Die von Ihnen ausgewählten Apps oder Websites werden verschlüsselt, während alles andere direkt ins Internet gelangt, ohne den VPN-Server zu durchlaufen.

Ein normales VPN mit vollständigem Tunnel verschlüsselt ausnahmslos den gesamten Datenverkehr. Ein Split-Tunnel-VPN verschlüsselt nur den von Ihnen ausgewählten Datenverkehr; der Rest läuft außerhalb des Tunnels.

Das kann es sein, wenn Sie bewusst festlegen, was Sie ausschließen. Datenverkehr außerhalb des Tunnels ist nicht durch das VPN geschützt. Deshalb sollten sensible Apps verschlüsselt bleiben und nur Apps ausgeschlossen werden, denen Sie vertrauen und deren Funktionsweise Sie verstehen.

Ja – appbasiertes Split-Tunneling ist auf unterstützten Plattformen verfügbar. Damit können Sie auswählen, welche Apps den verschlüsselten Tunnel nutzen. Informationen zur Verfügbarkeit auf den einzelnen Plattformen finden Sie in den aktuellen Guru VPN-Tarifen.

Fazit: Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihren VPN-Datenverkehr

Split-Tunneling bietet Ihnen eine Kontrolle, die eine herkömmliche VPN-Verbindung nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip schlicht nicht ermöglicht. Bei umsichtiger Nutzung können Sie den Datenverkehr schützen, der tatsächlich Schutz benötigt, und zugleich normales Surfen, den Zugriff auf das lokale Netzwerk und bandbreitenintensive Apps mit voller Geschwindigkeit nutzen. Bei unbedachter Nutzung können mehr Daten als beabsichtigt offengelegt werden. Deshalb ist es ebenso wichtig, die Funktionsweise zu verstehen und eine VPN-App zu wählen, die die Funktion klar umsetzt, wie sie zu aktivieren.

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